Sieben Sachen musst du packen…

Um mit Parkour zu beginnen, gibt es eine Vielzahl an einfachen Vorraussetzungen, um das Training starten zu können. Wir fassen für euch in diesem Artikel kurz die wichtigsten Dingen zusammen, damit euch der Einstieg gelingt und zeigen euch Aussichten für die Zukunft, die euer Training verbessern können.

Sportschuhe

    • Mit guter, grippiger Sohle
    • Nicht zu schwer, mittlere bis wenig Dämpfung
    • Preisrahmen: bis 60 Euro (aufgrund hoher Abnutzung, gerade anfangs!)
    • Empfehlungen: z.B. Asics Aaron, Puma Faas, Nike Free, Adidas Racers oder K-Swiss Si-18

Sportkleidung

    • Einfache Sport- oder Jogginghose
    • Empfehlung: Kik, New Yorker, H&M
    • Wetterangepasste Kleidung, die dreckig werden darf, für Schlechtwetter
    • Passende Rucksäcke für deine Tools (Essen, Trinken, Tape, Magnesia etc.)

Zubehör

    • Klimmzugbänder für Dehn-, Kraft- und Klimmzugübungen
    • Blackroll etc. und andere Faszienrollen zur verbesserten Regeneration und Leistungfähigkeit
    • Magnesia (Pulver oder Liquid) für Training an Stangen
    • Kletterbretter und Handtrainer für Griff- und Greifkraft
    • Tape und ähnliche Medizinprodukte für Stabiliserung von z.B. Prellungen oder zur Unterstützung
    • Wackelbretter / Airex Matten für Balance, Reha- und Stabilitätstraining
    • Holzringe mit Aufhängung – Denn es gibt kein besseres Tool als Ringe!
    • Plastik- oder Holzstäbe ab 1,20m Länge für Bewegungs- und Dehntraining
    • Lacross-Bälle zur Selbstmassage und für Rehamaßnahmen

Wichtig: Das Zubehör ist optional und stellt unsere Gesamtsammlung dar. Es gibt keine Grundtools, die man haben muss. Wenn du etwas kaufen möchtest: Fang mit Klimmzugband und Blackroll an.

Benötige ich Schutzkleidung am Anfang?

Nein. Parkour ist eine im Ursprung sehr sehr natürliche Art der Fortbewegung, die keinerlei spezielle Hilfsmittel zur unmitelbaren Ausübung bedarf. Da das Training stets langsam und sicher ausgeführt werden soll, vorallem am Anfang, sehen wir Protektoren usw. nicht als nötig an. Dies gilt auch in der Szene als stiller Grundsatz. Wir können aus eigener Erfahrung sagen, dass sich der Körper über die Zeit an raue Wände gewöhnt, genauso wie an hier und da mal eine Schramme oder kleine Prellung. Wer Parkour nur mit Ganzkörperschutz ausüben möchte, der kann dies natürlich tun. Er sollte das dann aber ggf. umbenennen, das es nicht zu den Grundwerten gehört, Hilfsmittel am Körper zu tragen außer Schuhe und Sportkleidung.

Benötige ich ein Fitnessstudio zur Vorbereitung?

Das wird nicht nötig sein. Kraft für Parkourtraining kommt zum Großteil durch eben das Wiederholen von Bewegungen wie dem Hochziehen an Mauern, Klettern, Training mit und an Stangen und so ziemlicher jeder sonstigen Bewegung. Darüber hinaus kann man Draussen, Daheim und ggf. in den Wintermonaten in den Trainingshallen sehr gut mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten, was ein sehr viel effektiveres und vorallem näheres Training am ausgeübten Sport ist, als (oftmals statisch) an unflexiblen Maschinen zu arbeiten. Natürlich kann das jeder für sich entscheiden und auch ich selbst finde einige Geräte völlig gut zur Unterstützung, aber bis heute habe ich einfach keinen richtigen Grund gehabt, mich dort anzumelden. Unsere Umgebung bietet so ziemlich für jeden Muskel eine passenden Möglichkeit, zu wachsen.

Fazit

Der Artikel schneidet nur ganz kurz an, was wichtig ist für den Einstieg. Das ist auch erstmal so beabsichtigt, denn der Einstieg ist sehr simpel und sollte nicht an stundenlangen Vorbereitungen der perfekten Schuhe, Jogginghose oder Blackrollfarbe hängenbleiben. Es empfiehlt sich daher, auszuprobieren und immer offen zu sein für neue Ideen.

Außerdem werden bei sehr wenigen Sportarten für den Start so wenig Hilfsmittel gebraucht. Ein paar Sportschuhe, ein T-Shirt und eine Joggingshose sollte heutzutage noch jeder zur Verfügung haben, weswegen der Kostenfaktor des Einstiegs gegen Null gehen kann. Lediglich teure Schuhe weit über der 50 Euro Marke sollte dennoch gegen günstige Schuhe ausgetauscht werden. Es verhält sich hier wie mit einem Fahranfänger: Für den Anfang sollte man ein Auto fahren, dass sich abnutzen kann und für die ersten Anläufe ausreichend ist.

Es ist und bleibt ein Verschleißprodukt, das einen großen Anschaffungspreis nur in den seltenen Fällen rechtfertigt. Z.b. zur Unterstützung lokaler Parkour-Schuhe-Hersteller, die keine niedrigen Preise wie die Markenkonkurrenz anbieten können. Dafür erhält man dann ggf. ein besonderes Exemplar und gibt etwas zurück an die Szene.

Es ist immer eine Überlegung wert.
Danke für das Lesen und euer Feedback!
Wir wünschen allen Anfängern einen wunderbaren Einstieg in die endlose Welt von „Le Parkour“ !

Erfahre mehr über den Author | Daniel
Grüß dich, ich bin Daniel. Die meisten nennen mich Danny. Seit 2006 trainiere ich mit Leib und Seele die Künste Le Parkour und Freerunning, unterrichte deutschlandweit für Workshops in Schulen, Städten und Vereinen, spreche über meine Arbeit auf Seminaren und halte Präsentationen über Bewegung. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.